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Der Broløb, Insel Alsen/DK, 12 km
16. Mai 2004
von Marten Petersen

Strahlendes Wetter, ca. 17 ° C, blauer Himmel und Sonnenschein, so präsentierte sich eine der schönsten Küstenstrecken im Norden, nämlich der Flensborg-Fjord Richtung Sønderborg auf der Insel Alsen. Es versprach also, ein tolles Lauferlebnis zu werden. Das wurde es auch, aber ganz anders, als ich es erwartet hatte. Kurz vor dem Start wurden die Vorbereitungen der Organisation getroffen, gemächlich trafen die ca. 250 Läufer und Läuferinnen ein. Es war alles sehr unkompliziert, eine kurze Ansprache und es ging los. Erst über die alte Kong-Christian-X-Brücke, kurz Richtung Dybbøl, und raus aus der Stadt, zur neuen Alsen-Sund-Brücke. Ca. 90 Treppenstufen führten die Böschung hinauf zum Brückenkopf auf dem Festlandteil, durch eine Tür hinein in den Versorgungsgang unter der Fahrbahn und im Dunkel des Brückeninneren zur Inselseite der Brücke. Aber: Betonmauern, ca. 2 m dick, mit Durchgängen versehen, mussten durchkrochen werde. Diese Durchgänge waren nur ca. 1,20 m hoch, also Kopf einziehen und weiter! Und das ganze zehn mal, bis man wieder die 90 Stufen hinunter kraxeln musste. Überholen unmöglich, da nur ca. 50 cm breit und recht steil. Also im Gänsemarsch hinunter und ein Stück auf Feldwegen mit Kies und Schotterbelag entlang dem Alsensund. Dann ging es über die Felder. Ein etwa zwei m breiter Streifen des Grases war knöchelhoch gemäht. Diese Strecke war sehr anspruchsvoll, da recht hügelig und sehr uneben durch Treckerspuren und Furchen. Zurück in der Stadt merkte man, wie sehr auch Sønderborg auf Hügeln gebaut war, teilweise recht lange Anstiege führten zum Ziel, dem Kirchplatz von St. Marien. Als 52jähriger kam ich ganz gehörig ins Schnaufen! Statt in geplanten 48 Minuten kam ich nach 53:45 Minuten an. Die wenigen Zuschauer taten ihr Bestes, um etwas Stimmung zu erzeugen.

Der Ansager bedankte sich bei den Teilnehmern und lud zum nächsten Lauf 2005 ein, allerdings waren zu diesem Zeitpunkt noch viele Läufer unterwegs. Als der Letzte nach 1:30 Std. ins Ziel kam, war kaum noch jemand auf dem Platz. Übrigens: Urkunden gab es nicht. Die Klasseneinteilung lautete: m/w bis 14 Jahre und ab 15 Jahre. Trotzdem wurde ich mit dem 11. Platz des Gesamteinlaufes belohnt. Die Dänen sind halt doch nette Menschen!

Trotz der eigenwilligen Streckenführung und der geringen Resonanz an Zuschauern war es ein besonderes Erlebnis. Aber nächstes Jahr werde ich mir eine Alternative zum Broløb in Sønderborg suchen!


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